Klares Bewusstsein und die Weltwirtschaftskrise - Teil 1 von 4
von Dr. Friedrich Demolsky

'Flatlaender', 'Dreamlaender' und 'intergalaktische Visionaere'

Wie die meisten Schamanen habe auch ich zu dissoziieren gelernt, dh ich habe gelernt, die herkoemmliche Weltanschauung voruebergehend ausser Acht zu lassen und statt dessen die Welt als einen permanent ablaufenden Prozess der Veraenderung und Entwicklung zu betrachten.

Ich schreibe heute Artikel ueber Schamanismus, Magie, Heilen und Bewusstsein, die auf dieser Webseite und anderswo veroeffentlicht sind und von vielen Menschen gelesen werden.

Dabei komme ich nicht umhin, mich auch mit aktuellen Themen wie der gegenwaertigen Weltwirtschaftskrise zu beschaeftigen.

Es ist mir durchaus bewusst, dass meine Anschauungen bisweilen den ‚normalen’ allgemeingueltigen Rahmen sprengen. Meine Perspektiven unterscheiden sich sehr oft ganz grundlegend von der herkoemmlichen Weltbetrachtung, weil sie vom Standpunkt 'Klaren Bewusstseins' bezogen werden.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, meine Leser auf Unrichtigkeiten und Illusionen hinzuweisen, die sich wie ein roter Faden durchs Leben und selbst noch durch die am weitesten akzeptierten Lehrmeinungen ziehen. Wie die Schamanen hinterfrage ich dabei unsere lieb gewordene Glaubensanschauungen und zeige in vielen Artikeln auf, dass hinter den glitzernden Fallen unserer spirituellen Fassade, hinter all unseren machtvollen Philosophien, die dunklen Abgruende der leeren Falschheit lauern. Der praktische Nutzen des Schamanismus besteht fuer mich eben darin, uns Methoden an die Hand zu geben, mit denen wir absorbierte Dogmen, unrichtige Glaubensanschauungen und nutzlose, stoerende Werte mit neuen Bild-Schoepfungen aus der Tiefe des Geistes in Frage stellen, erschuettern und genau dort eliminieren koennen, wo diese zu finden sind – in unserem eigenen Mindset.

Um mein Ziel zu erreichen, muss ich mich einer kreativen Sprache und Wortwahl bedienen, die es ermoeglicht, teils auch unorthodoxe Gedanken zu schwierigen Themen bestmoeglich zu vermitteln.

Bevor ich mich der gegenwaertigen Weltwirtschaftskrise zuwende, moechte ich Dich mit einer solchen unorthodoxen Idee konfrontieren, die mir vor langer Zeit waehrend einer schamanischen Reise zugefallen ist.

Diese moege Dir ein tieferes Verstaendnis meiner Person und meiner weiteren Ausfuehrungen zum gegenstaendlichen und anderer Themen ermoeglichen.


Ich komme wie Du aus Dreamland und lebe seit ueber zwoelf Jahren in Flatland. Wenn ich heute an meine nationale Identitaet denke, dann fuehle ich mich weder als Oesterreicher, noch als Europaer, sondern als ein Kosmopolit. Ich fuehle mich nicht mehr als ein Staatsangehoeriger eines bestimmten Landes, sondern betrachte unseren Planeten als meine eigentliche Heimat.

Wenn ich ueber die Menschen nachdenke, die diesen Planeten bevoelkern, dann unterscheide ich sie nicht mehr nach ihrer Hautfarbe, Religionzugehoerigkeit und Nationalitaet, sondern danach, ob sie Flatland oder Dreamland angehoeren.

Mit dem pointierten englischen Ausdruck 'Flatland' (Flachland) bezeichne ich jene geographischen Regionen dieser Welt, wo Blinde auch heute noch von Blinden gefuehrt werden. Dazu zaehle ich die gesamte Dritte Welt, weite Teile Afrikas, den Nahen Osten, viele Regionen in Asien, insbesondere Afghanistan, Pakistan und Nord-Korea sowie Suedost-Asien einschliesslich Papua Neuguinea und Indonesien. In all diesen Regionen ist der Einaeugige Koenig, denn alle anderen Menschen folgen wie Schafe und wahre Glaeubige blind ihren militaerischen, religioesen und politischen Hirten bis in den Abgrund, oder sie kleben an uralten Traditionen, deren Bedeutung sie nicht einmal kennen.

Mit dem englischen Wort 'Dreamland' (Traumland) bezeichne ich jene Teile dieser Welt, wo die Menschen tagtaeglich - manchmal 24 Stunden lang - ihren geliebten Materie-Traum traeumen. Die geographischen Regionen von Dreamland erfassen die Erste und Zweite Welt Europas und Amerikas, Japan, Australien und mittlerweile auch Teile Chinas, Indiens und Sued-Koreas. Dort heisst es heute wie in Deutschland ‚Schaffe, schaffe Haeusle baue’. Sobald das erste Haus steht, ertraeumen sich die Menschen in Dreamland ein zweites, einen Drittwagen, eine Viertfrau und manche sogar eine goldene Toilette.

Es gibt in Flatland nicht wenige Menschen, die sich sehr darum bemuehen, gute Dreamlaender zu werden. Und in Dreamland sind noch einige Flatlaender anzutreffen, welche die Metamorphose zum Dreamlaender noch nicht abgeschlossen haben.

Angesichts dieser ungewoehnlichen ideellen Einteilung, fragte ich mich, wohin ich selbst gehoere.

Nun, ich wurde in Dreamland geboren und bemuehte mich ueber vier Jahrzehnte, ein guter Dreamlaender zu werden. Nachdem ich die in Dreamland vorherrschenden Glaubensanschauungen und Werte einer genaueren Betrachtung unterzogen hatte, erkannte ich die mannigfaltigen Illusionen, auf denen diese gruenden.

Da ich mich ab diesem Augenblick nicht mehr so ohne weiteres als Dreamlaender sehen konnte, beschloss ich nach Flatland auszuwandern, wo ich heute lebe.

Aber auch hier musste ich sehr bald erkennen, dass ich auch mit den artifiziellen Glaubensanschauungen, Traditionen und Werten der Flatlaender nichts anfangen konnte. Diese sind fuer mich zu seicht, zu limitiert, zu verzerrt und in vieler Hinsicht ganz offenkundig falsch, als dass ich mich damit jemals indentifizieren koennte.

‚Wo gehoere ich also hin?’, fragte ich mich, und ich erhielt darauf einige Antworten waehrend einer schamanischen Reise.

‚Du bist ein intergalaktischer Visionaer’, raunten mir einige Spirits zu; andere bezeichneten mich als einen ‚Tauchinstruktor der Ewigen Leere’. Wieder andere Geister bestanden darauf, dass ich ein ‚intergalaktischer Botschafter unserer Milchstrasse’ sei und einige soufflierten mir, dass ich vom zweiten Doppelstern neben der Wega aus dem Sternbild des Orion kaeme, um die Menschheit zu retten.

Das Problem bestand fuer mich darin, dass ich bis heute nicht weiss, ob es diesen zweiten Doppelstern ueberhaupt gibt, und auch die anderen Hinweise jener Spirits konnten mich nicht so recht ueberzeugen. Ich empfand auch diese als viel zu weit hergeholt, als dass ich mich etwa damit identifizieren haette koennen.

Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, bei meinen Betrachtungen dieser Welt weiterhin jene Perspektive anzulegen, die ich mit ‚Klares Bewusstsein’ bezeichne.

In diesem Sinne ist es ausschliesslich an Dir, lieber Leser, an meinen Worten zu wachsen, oder Dich in der Financial Times und anderen Medien ueber die Wirtschaftskrise zu informieren, oder anderswo nach einer fuer Dich brauchbaren Wahrheit zu suchen...
 

Klares Bewusstsein und die Weltwirtschaftskrise - Teil 2 >>>

Dieser Artikel ist auch im Shaman Magazine der Internationalen Akademie fuer Schamanismus veroeffentlicht.

 

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